30 Sep
30Sep

Olympischer Recurvebogen
Der einzige Bogen, der bei Olympischen Spielen zugelassen ist.

Die Bezeichnung Recurvebogen oder Reflexbogen ist ein Sammelbegriff für alle Bögen, deren Wurfarme entgegen der Zugrichtung nach hinten gebogen sind. Im entspannten Zustand zeigen die Wurfarme also vom Schützen weg.

Die ältesten Zeugnisse dieses Bogentyps sind Höhlenmalereien in der spanischen Levante aus der Zeit um 6000 vor Christus.

Höhere Effizienz beim Recurvebogen
Der Recurvebogen hat durch die gebogenen Wurfarme einen höheren Wirkungsgrad als der Lang- oder Flachbogen. (Dadurch, dass die Sehne nach dem Abschuss auf die Wurfarme auftrifft, wird der Handschock reduziert. Allerdings wird der Bogen dadurch auch lauter.

Im allgemeinen Sprachgebrauch versteht man heute unter Recurvebogen entweder den „olympischen Recurvebogen“ mit Visier, Stabilisator und weiterem Zubehör oder den Blankbogen, der ohne weiteres Zubehör geschossen wird. Der Begriff „Blankbogen“ ist heute aber auch eine gebräuchliche Bezeichnung für alle Bögen ohne weiteres Zubehör, unabhängig von der Bogenform. Eine weitere gebräuchliche Bezeichnung ist „Jagdbogen“. Damit sind Bögen dieser Art gemeint, die eher kürzer gebaut sind, bei der Pirsch durch den Wald nicht stören und daher zur Jagd eingesetzt werden (könnten). In der Praxis wird jedoch in den Ländern, in denen es erlaubt ist, meist nur mit dem Compoundbogen gejagt.

Zwitter zwischen Recurve- und Langbogen
Eine Art Zwitter zwischen Recurve- und Langbogen ist der sogenannte Hybridbogen. Er erinnert in seiner Grundform an einen Lang- oder Flachbogen, weist aber eine Krümmung der Wurfarme entgegen der Zugrichtung auf. Diese ist jedoch deutlich schwächer bzw. über eine längere Strecke ausgeprägt als beim Recurve. Im Prinzip kann man sagen, dass ein Hybridbogen ein aufgemotzter Langbogen ist. Durch die Krümmung der Wurfarme wird die Pfeilgeschwindigkeit etwas erhöht. Gleichzeitig bleibt aber die Optik und auch das Geräusch eines Langbogens erhalten. Bei Turnieren stellt sich manchmal die Frage, ob der Hybridbogen als Lang- oder Recurvebogen einzustufen ist.

Große Vielfalt beim Recurvebogen.
Diese Bogenart gibt es in den verschiedensten Ausführungen, sowohl als olympische bzw. blanke Bögen mit den bereits erwähnten ausgeformten Griffstücken und Schussfenstern, als auch als Bögen in traditioneller Bauweise, wie z.B. Reiterbögen. Länge und Form des Griffstücks variieren bei Recurvebögen stark. An Formen, Farben und Mustern gibt es fast alles, was das Herz begehrt.
Neben dem Langbogen ist der Recurvebogen wohl einer der beliebtesten Bogentypen bei den Bogenschützen.

 
Take Down Recurvebogen
Eine gute Wahl für Einsteiger, die sich für diesen Bogentyp interessieren, ist der sogenannte Take Down Recurvebogen. Bei ihm lassen sich die Wurfarme austauschen, so dass man nach dem Erlernen der Grundtechnik auf ein höheres Zuggewicht umsteigen kann.

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